K.B.V. „Free weg“ Westerende 1910 e.V.
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Vereinschronik

Die Vereinschronik des
K.B.V. „Free Weg“ Westerende 1910 e.V.


Chronik 100 Jahre „Free weg“ Westerende 1910 e.V.
von Remmer Hedemann


Vorbemerkungen

Ein hundertjähriges Jubiläum ist schon etwas ganz Besonderes. Deshalb wollen wir auch versuchen, in dieser Chronik die Geschichte des Vereins von 1910 bis heute festzuhalten.
Dies fällt nicht allzu schwer, hat uns doch Carl Becker für die ersten 20 Jahre eine lückenlose Chronik hinterlassen. Zum 75-jährigen Jubiläum, an dem ich an verantwortlicher Stelle mitwirken durfte lebten noch viele Zeitzeugen, die dazu beigetragen haben, die Geschichte des Vereins lückenlos darzustellen. Die letzen 25 Jahre haben wir alle Aufzeichnungen über wichtige Vereinsereignisse aufbewahrt, so dass wir nachstehend die Geschichte unseres Vereins nahtlos präsentieren können.


1910–1930 (von Carl Becker übernommen)

Am 27. Februar 1910 wird in der Wäckenschen Gastwirtschaft der Klootschießerverein „Free weg“ Westerende gegründet. Der bekannte Altmeister Gerhard Gerdes gibt in bereitwilliger Weise seine Ratschläge. Und als er im Mai 1910 in Westerende zu einem Probewerfen erscheint, kann auch der hiesige Verein  bereits mit namhaften Leistungen aufwarten. Lammert Bengen als Vorsitzender, Johann Bohlen Kleen als Schriftführer und Johann Gerdes Wäcken als Kassenführer führen die Vereinsgeschäfte zur allseitigen Zufriedenheit. Der Verein entwickelt sich schnell. Als Werfer sind besonders hervorzuheben: G.v. Brethorst, Rahmann, S. Bengen, Klaas Bengen, Tönjes Brühling, Zitting, Post und Burmeister. Der Verein „Noord Norden“ nimmt eine Herausforderung nicht an. Dornumergrode wird im Kampf 6 gegen 6 geschlagen. Es warfen: G. u. L. v. Brethorst, Swieto und Klaas Bengen, Post und Rahmann. Verschiedene Preiswerfen wurden veranstaltet.
Dann kommt das Jahr 1914. Die Klootschießer sind bald in Feindesland, und durch feindliche Kugeln wird der Verein seiner besten Werfer beraubt. L. v. Brethorst, Kl. Bengen, Rahmann und andere bleiben draußen auf dem Feld der Ehre. Während des Kriegswütens und auch während der Nachkriegsjahre ruht die Vereinstätigkeit.

Zu Anfang des Jahres 1922 beginnt der alte Klootschießergeist sich neu zu regen. Jüngere Kräfte nimmt der Verein auf - und nun beginnt die Blütezeit. Der Verein schließt sich auf Anregung von Carl Becker dem Kreisklootschießerverband  Norden an und erringt gleich beim ersten Kreiswanderwerfen in Hage den Wanderpreis. Dirk Müller, Eilert Sassen, Bernhard Lohmeyer, Lübbert Saathoff, Theodor und Hinrich Sassen waren die glücklichen Kämpfer.
Im Jahre 1926 kommt Carl Becker als Lehrer nach Westerende und wird gleich zum Vorsitzenden von „Free weg“ gewählt. Im Jahre 1927 geht der im Vorjahr in Hage gewonnene Flüchterpreis endgültig in den Besitz von „Free weg“ über.  Aber auch schwarze Tage erlebt das Team, gleich 3 Wettkämpfe in Nesse, Norden und Westerende  gehen verloren und so haben wir beim Wanderpreis der vom Fürsten zu Inn- und Knyphausen gestiftet wird, das Nachsehen. Unsere Werfer werfen leider außerhalb der Bahn.

Sonst aber ist die Zeit reich an Ehren. In zahlreichen Wettkämpfen gegen Hage, Dornumergrode, Willmsfeld etc. zeigt sich die Überlegenheit unserer Werfer. In schön ausgestatteten Winterfesten wird die Geselligkeit gepflegt. Alles ist voll schönster Harmonie.

Im Jahr 1930 nimmt der Verein sowohl im Klootschießen als auch im Bosseln im Kreisverband Norden eine überragende Stellung ein. Im Flüchten muss er wohl als der stärkste Verein im ganzen Friesischen Klootschießerverband gelten. Die Namen Eilert Sassen, Hermann Lohmeyer, Theodor Sassen, Hinrich Saathoff und Dirk Müller haben weit über die Grenzen unseres Heimatkreises einen guten Klang. Jüngere Werfer wie Emil Wäcken, Habbo Kleen, Hermann Sassen und Gerhard Slink rücken nach und leisten schon Hervorragendes. Die Fülle der Werfer zeigt sich auch bei der Auswertung des persönlichen Wanderpreises in Hage. Die oben genannten Werfen machen diesen Preis unter sich aus, Eilert Sassen ist bereits zum zweiten Male  und somit endgültig Gewinner dieses Preises. Zum Kreisvergleich gegen Esens stehen mit Eilert Sassen, Hermann Lohmeyer, Hinrich Saathoff und Theodor Sassen gleich 4 Werfer unseres Vereins in der Auswahl, auch Habbo Kleen als Ersatzmann ist im Aufgebot des Kreisverbandes.

„Fleu herut, Free weg“
Ihr Werfer, haltet die Ohren steif! Erringt den Sieg!


1930–1938

Erfolgreichster Verein im FKV

Als stärkste Mannschaft im gesamten FKV galt von 1930–1938 die Mannschaft von „Free weg“. Mit Eilert Sassen, Hermann Lohmeyer, Hinrich Saathoff, Emil Wäcken und Habbo Kleen wurden gleich fünf „Free weg“ Werfer in Ländermannschaften eingesetzt. Bereits 1927 warf Eilert Sassen gemeinsam mit Theodor Hinrichs und Heyo Willms für Ostfriesland gegen die Friesische Wehde. Ostfriesland gewann diesen Kampf mit 210 m Vorsprung.
Bei Verbandsfesten waren diese Werfer fast immer in der Spitzengruppe zu finden, der ganz große Erfolg blieb aber wegen des überragenden Klootschießers dieser Zeit, Gerd Gerdes aus Ochtersum, versagt. Hermann Lohmeyer wurde 1930 und 1936 Vize-Verbandsmeister.

Die fünf „Free weg“ Werfer bestritten gemeinsam mit Hinrich Janssen vom Nachbarverein „Germania“ Menstede-Arle den Feldkampf-Vergleich mit Esens in Leegemoor. Hinrich Saathoff berichtete 1985 von seinem letzten Wurf, der bei 60 Meter „stuuv dood“ liegenblieb. Der Kampf ging deshalb verloren.

Zu den besten Boßlern dieser Zeit zählten wohl Emil Wäcken und Habbo Kleen. 1934 standen sie in der Ostfrieslandauswahl, die aber den Oldenburgern beim Verbandsfest unterlegen war. In Westerende brach sogar das Wettfieber aus, wenn Emil Wäcken und Habbo Kleen am Sonntagnachmittag sich auf der Strecke Westerende-Blandorf  im Zweikampf  gegenüberstanden. Höhepunkt für jeden Klootschießer sind natürlich „Internationale Wettkämpfe“. Bereits 1930 wurden Hermann Lohmeyer und Eilert Sassen in Altona beim Wettkampf gegen Schleswig-Holstein eingesetzt. Diese Ehre hatten 1938 erneut Hermann Lohmeyer, Habbo Kleen und Johann Cassens, der in den 70–80iger Jahren unseren Verein
unterstützte.

Die Grundlage für diese Erfolge war die Arbeit des Vereinsvorsitzenden Carl Becker. „Mester“ Becker, wie er von allen Schülern der Westerender Volksschule wohl noch heute genannt wird, war der Vater dieser Erfolge. Diese Arbeit begann natürlich schon in der Schule, und so war es nicht verwunderlich, dass in den Jahren 1936–1938 die Schulmeisterschaften des Schulaufsichtskreises Norden von den Westerendern gewonnen wurde. Werfer wie Jan Rose, Cornelius Hinrichs, Klaas Bengen, Harm Bengen und Erich Brühling machten sich hier einen Namen. Diese Mannschaft warf 1938 als Schulmannschaft einen Durchschnitt von 43 m, eine Leistung, die heute eine Kreisauswahlmannschaft nur schwerlich erbringen kann.

Der 2. Weltkrieg beendete jäh die Aufbauarbeit in Westerende. Die Wettkämpfe wurden eingestellt. Verdiente Sportler, aber auch junge, hoffnungsvolle Werfer, die 1938 noch in der Schulmannschaft gestanden hatten, kehrten nicht mehr zurück.


1946–1986

„Die B-Mannschaft“

Bereits 1946 rührte sich der alte Klootschießergeist wieder. Lehrer Becker versuchte zusammen mit Enne Fähnders und Tönjes Ennen den Verein wieder in Gang zu bringen. Dies war umso schwieriger, da einige Mannschaftskameraden noch gar nicht aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt waren. Klootschiessen und Bosseln war jedoch in Westerende wieder Schulsport Nr. 1. In dieser Zeit wurde die erfolgreiche „B-Mannschaft“ geboren, die alles was es im Kreisverband Norden zu gewinnen gab abgeräumt hat. Mit Harm Bengen, Klaas Bengen, Eilert Bengen, Albrecht Becker und Erich Brühling  standen nur Werfer in der Mannschaft, deren Nachname mit B anfing. Viele Pokale und Urkunden in unserem Vereinslokal zeugen heute noch von der erfolgreichen Existenz dieser Mannschaft. Harm Bengen vertrat unseren Verein mehrfach in der Ostfriesland-Auswahl, alle anderen Werfer wurden ebenfalls in Auswahlmannschaften des Kreises und des Landes berufen.

1954 verunglückte Harm Bengen tödlich- und dies war wohl der folgenschwerste Verlust für unseren Verein. Das Vorbild fehlte, die Motivation im Verein war nicht mehr vorhanden. Berufsbedingt verließen andere junge Werfer Westerende, der Verein stand auf einmal nach zwei Blütezeiten wieder ganz unten. Aber auch hier half der Wahlspruch von „Mester Becker“ – „JUNGS HALTET DIE OHREN STEIF – ERRINGET DEN SIEG!“

Edo Büscher übernahm die Führung des Vereins 1957, der langjährige Vorsitzende Carl Becker wurde wegen seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Edo Büscher war um seine Aufgabe nicht zu beneiden! 15 aktive Werfer für die Wettkämpfe zu motivieren war nur schwer möglich! Dennoch fanden Sonntag für Sonntag Wettkämpfe statt, Vereinspreiswerfen, Zeltfeste und eine aktive Theater-Gruppe sorgten für ein aktives Vereinsleben. Diedrich Stein griff dann mit seinem Schwager Jann-Lottmann in die Vereinsarbeit ein, aktive Werfer wie Hinrich Goldenstein und Erich Dollmann wurden an der Vorstandsarbeit beteiligt und mit Johann Freese, Albrecht Buss und Theodor Schoolmann kamen junge Werfer aus den Nachbarvereinen nach Westerende. Jann Lottmann wurde bereits1964 mit seiner Jugendmannschaft Kreismeister. Die erfolgreiche Jugendmannschaft mit Dieter Schneider, Arno Burmeister, Heinrich Burmeister, Alfred Janssen, Remmer Hedemann und Helmut Börgmann sorgte dafür, dass neben dem Kreismeistertitel viele Pokale und Urkunden gewonnen wurden, die ebenfalls heute noch das Vereinslokal zieren! „Free weg“ erlebte den 3. Frühling.


„Free weg“ Damen etablieren sich (1960)

Dies lag natürlich auch daran, dass 1960 erstmalig die Damen ins Geschehen (Vereinsleben) eingriffen! Else Alts, Helene Broer, Theda Fleßner, Frieda de Groot, Ilse de Groot, Antchen Hedemann, Jenny Hedemann, Mariechen Osterloh, Ingrid Schneider, Theda Schneider, Johanne Slink, Herta Wilts und Mariechen Wilts waren die Mitbegründerinnen der 1. Damenmannschaft von „Free weg“ am 13. Mai 1960. Mangels Gegner wurden nur Wettkämpfe gegen „Goode Flücht“ Norddeich und „Waterkant Theener“ ausgetragen. Die junge „Free weg“ Garde zeigte aber schon hier ihr Können, es war abzusehen, dass sich hier sportlich ein weiteres „Highlight“ für „Free weg“ abzeichnete. Durch die Teilnahme der Damen am Vereinsleben wurde auch mehr Wert auf Geselligkeit im Verein gelegt. Teeabende und Winterfeste bei „OTI“ hatten schon einen legendären Ruf. Antchen Hedemann wurde bei der Jahreshauptversammlung 1961 1. Damenwartin des Vereins. 1963 übernahm Theda Fleßner diese Aufgabe. Leider dezimierte sich die Truppe durch Heirat oder Wegzug von Westerende, trotzdem wurde 1963 der 1. Pokal beim Sommerfest in Theener gewonnen und natürlich gebührend gefeiert.

Als besonderes Boßeltalent zeichnete sich Ingrid Schneider aus. Mit ihrem perfekten Wurfstil, der vielfach sogar die Männerwelt verblüffte, holte sie viele Einzelerfolge.
1968 übernahm sie dann das Zepter bei den „Free weg“ Damen! Bis zu ihrem Tode führte sie die in der Zeit erfolgreichste Abteilung von „Free weg“, die Damenabetilung. Gerade jüngere Mädchen wurden für den Boßelsport begeistert, so hatte „Free weg“ gerade bei den Damen niemals Nachwuchssorgen. 1971 begann für die Damen die Punktrunde – und das sehr erfolgreich! Von 17 Wettkämpfen wurden 10 gewonnen, zusätzlich wurden in diesem Jahr 3 Pokale gewonnen. Der Doornkaat-Wanderpokal für die erfolgreichste Mannschaft konnte 1974 von der erfolgreichen Pokalmannschaft Alida Backer, Ulrike Meyer, Marianne Völler, Mariechen Buss und Ingrid Heuermann gewonnen werden!


„Neue Aera“

10 Jahre führt Diedrich Stein den Verein mit ständigem Aufwärtstrend. Junge Werfer, wie Heinrich Burmeister, Walter Slink und Remmer Hedemann wurden an der Vereinsführung beteiligt. Sie sorgten bei Einführung der Punktrunde des Kreisklootschießerverbandes für den Aufbau der Wettkampfmannschaften und holten die eine oder andere Großveranstaltung nach Westerende. In nur wenigen Jahren wurde aus der Mannschaft der 3. Kreisklasse ein angesehener Kreisligist. Der gute Unterbau in den Jugendmannschaften sorgte für eine kontinuierliche Weiterentwicklung in der Vereinsgeschichte. Der 2fache Gewinn des Gemeindepokals zeigt, dass man sich keineswegs vor Namen wie „Bahn free“, „Frisia“ oder „He löpt noch“ fürchten musste.


Boßler spielen Fußball

Manfred Schilter kommt 1962 als Nachfolger von Carl Becker als Hauptlehrer nach Westerende. Sein Metier ist natürlich nicht der Bosselsport, er ist als Fußballer und Fußball-Trainer weit über die Grenzen Nordens hinaus bekannt. Da der SV Arle keine Jugendarbeit betrieb versuchte Manfred Schilter die zahlreichen Talente für den Fußballsport zu gewinnen. Dies tat er mit großem Erfolg. Er bildete 2 Jugendmannschaften, eine A-Jugend und eine C-Jugend. Beide Mannschaften spielten mit gutem Erfolg, die A-Jugend immer im oberen Tabellendrittel der Kreisklasse. Die C-Jugend wurde in der Saison 1965/66 Kreismeister und erreichte das Endspiel um den Kreispokal. Hier unterlag man dem TuS Pewsum mit 1:3 Toren. Die C-Jugend wäre in die Bezirksklasse aufgestiegen, verzichtete jedoch, um dem FC Norden den Verbleib in der Bezirksklasse zu ermöglichen.

Die sportliche Entwicklung des Klootschießens und Bosselns wurde auch bei „Free weg“ erkannt. Jugendleiter wurden zu Übungsleitern ausgebildet, der Trainingsbetrieb wurde ausgeweitet und mit Unterstützung der Gemeinde Großheide wurde der Sportplatz in Westerende zu einem Trainingszentrum ausgebaut. Abnahme des Sportabzeichens, Vereinsschwimmen, Fußball-Wettkämpfe aber auch das Mehrkampf-Training waren beliebte Bestandteile des Sommerprogramms. Freundschaftliche Kontakte zu unserem Namensvetter aus Aurich „Lütje Holt“ Westerende und zu den Butenostfreesen nach Düsseldorf wurden gepflegt.

Im Jubiläumsjahr 1984/1985 konnte auch endlich der Wunsch nach einer eigenen Trainingsanlage mit Gerätehaus erfüllt werden. Über 500 Arbeitsstunden wurden ehrenamtlich erbracht und mit finanzieller Unterstützung von Gemeinde und Kreissportbund konnte so ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen.

Am 11. August 1984 konnte dann diese Anlage bereits mit einem „Highlight“ eingeweiht werden!  Viele Europameisterschaftsteilnehmer aus dem  gesamten Friesischen Klootschießerverband und alle Spitzenwerfer des Kreisverbandes Norden  trafen sich in Westerende um im Flüchten und Schleuderball um den „Free weg“ Jubiläumspokal zu kämpfen. Sieger wurden Hans-Georg Bohlken bei den Männern und Wolfgang Janssen bei der Jugend, sowie Uwe Wemken bei den Schleuderballern.

Unter großer Beteiligung der eigenen Mitglieder und mit viel Prominenz aus Sport und Politik wurde vom 28. Februar bis zu 2. März das 75-jährige Jubiläum gebührend gefeiert. Der älteste Klootschießerverein war noch nicht in die Jahre gekommen! Auch die nächsten 25 Jahre sollten noch turbulent werden.


1986 bis heute

„Free weg“ startet durch

Das Jubiläum hatte Früchte getragen und den Verein neu belebt. Walter Slink hatte inzwischen die Führung des Vereins von Remmer Hedemann übernommen und gemeinsam mit Heinrich Burmeister und Horst Heuermann die sportliche Seite aktiviert. Detlef Schneider als 2. Vorsitzender sowie Hans und Brigitte Freese, Bernd und Renate Janssen und Johannes und Erika Harms sorgten dafür, dass der Verein kontinuierlich aufgebaut wurde. Die Jugendarbeit wurde aktiviert, fast alle Altersklassen der männlichen und weiblichen Jugend konnten dank der guten Jugendarbeit von Herbert Schneider, Erhard Wäcken und Johannes Harms besetzt werden.
Der Erfolg blieb nicht aus. Bereits 1986 stieg die Männer I-Mannschaft in die Bezirksklasse und bereits 1 Jahr später in die Bezirksliga auf. Diese Euphorie konnte jedoch nicht lange halten, bereits 1992 fand sich diese Mannschaft in der Kreisliga wieder, wo man auch heute noch eine gute Rolle spielt.

Die Frauen I Mannschaft machte es den Männern nach, stieg 1989 in die Bezirksklasse auf, um aber 1994 in die Kreisliga zurückzukehren. 6 Kreismeistertitel und 2 Kreispokalsiege in den letzten 15 Jahren zeigen die Dominanz der Westerender Boßlerinnen im Kreisklootschießerverband.

In den Alterklassen Männer und Frauen II und III ist „Free weg“ immer in der Spitze zu finden. Absolut erfolgreichstes Team ist die Frauen II Mannschaft, die 1994 in die Landesliga aufsteigt, 1996 die Landesmeisterschaft nur um einen Hauch verfehlt, dann aber 1998 zum großen Wurf ausholt. Mit 31:5 Punkten und 69:2 Würfen wird man nicht nur Landesmeister, sondern gewinnt auch die Verbandsmeisterschaft im FKV mit 3:0 gegen Streek-Hohenberge.  2001 gelingt dieser Erfolg erneut, um im Jahre 2002 in die Kreisliga abzusteigen. 2004 gelingt zwar der Aufstieg erneut, der endgültige Abstieg wird aber 2008 erneut besiegelt. Viele der aktiven Werferinnen sind heute Mitglied der erfolgreichen Frauen III-Mannschaft bei „Free weg“. Als „Fahrstuhlmannschaft“ erweist sich das Männer II-Team von „Free weg“. 1998 Aufstieg, 1999 Abstieg, 2000 Wiederaufstieg und 2001 Rückzug in die Kreisliga. Hier spielt aber auch diese Mannschaft eine bedeutende Rolle.

Auch bei den Einzelmeisterschaften des Landesverbandes und des Friesischen Klootschießerverbandes zeigten sich „Free weg“-Werferinnen und Werfer von Ihrer besten Seite. Absolute Spitzenreiterin ist hier Renate Pflüger mit 5 Verbandsmeistertiteln, aber auch Stefanie Bents und Dietmar Sabath trugen sich in die Liste der Verbandsmeister im FKV ein und sorgten dafür, dass „Free weg“ auch überregional einen guten Klang hat.


Neue Fahne und Gerätehaus

Das 90-jährige Jubiläum nutze der Verein um der großen Tradition des Klootschießens und Bosselns gerecht zu werden. Nachdem beim 20. Stiftungsfest das erste Banner des Vereins der Öffentlichkeit präsentiert wurde, konnte am 25. Februar 2000 die neue Fahne weihen.
Dirk Noosten als Vorsitzender des Landesverbandes Ostfriesland nahm diese Fahnenweihe vor.

2005 konnte dann das Gerätehaus auf dem Westerender Sportplatz ausgebaut werden. Das Flachdach wurde durch ein Walmdach ersetzt. Durch den geschaffenen Bodenraum besteht jetzt die Möglichkeit je nach Bedarf auch hier Veranstaltungen durchzuführen. Sein 100-jähriges Bestehen feiert der Verein mit einem besonderen Jubiläumsprogramm. Neben vielen geselligen Veranstaltungen steht aber auch der Sport im Mittelpunkt des Geschehens.

Sicherlich wird Westerende nach diesem Jubiläum um eine Attraktion reicher sein! Auf dem Parkplatz vor der ehemaligen Schule wird ein Gedenkstein enthüllt! Eigens vom Steinmetz und Bildhauer Stange entworfen! Möge dieser Stein auch künftig die Westerender motivieren, für ihren Verein tätig zu sein - aber auch denjenigen zu danken, die es möglich gemacht haben, dass diese 100-jährige Tradition gehalten werden konnte!

„Lüch up un fleu herut“
Remmer Hedemann

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Letzte Aktualisierung: 30.4.2013